Warnschilder für die Elektrotechnik leisten wichtigen Sicherheitsbeitrag

Elektrische Geräte, Maschinen, Anlagen – sie sollen das Arbeiten einfacher und produktiver machen. Auf der anderen Seite stehen diesem Nutzen auch Gefahren gegenüber. Häufig reichen bereits Mängel wie eine gerissene Isolierung oder auch falsche Verhaltensweisen aus, um Schäden vom Stromschlag bis hin zum gravierenden Arbeitsunfall zu erleiden. Wie können Sie zu einem Sicherheitsstandard beitragen?

Gefährdungen regelmäßig beurteilen

Elektroarbeiten sind durch stromführende Teile immer von einer unsichtbaren Gefahr umgeben. Bekommt man während seiner Arbeiten „eine gewischt“, kann dies ein erstes Indiz dafür sein, dass Strom an unerwünschten Stellen fließt. Insbesondere ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel weisen ein erhöhtes Gefahrenpotenzial auf. Bei ihnen tragen Abnutzungserscheinungen oder fehlerhafte Bedienungen zu sicherheitsrelevanten Mängeln bei.

Dabei kann jeder Stromunfall schlimme Folgen haben. Vor diesem Hintergrund muss das sichere Bedienen und Durchführen von Arbeiten an, mit oder in der Nähe von elektrischen Geräten laut VDE-Norm gut organisiert sein. Ob Klein-, Mittel- oder Hochspannung: Vom Anlagenbetreiber bis hin zur Elektrofachkraft sollten mögliche Gefährdungen vor jedem Bedienungsvorgang bedacht, bewertet und mit entsprechenden Schutzmaßnahmen minimiert werden.

Wichtigste Maßnahme hierbei: die Elektroprüfung. Sie gehören zu den üblichen Betriebsvorgängen bei einer elektrischen Anlage. Die Prüfpflicht sollte kein Unternehmer versäumen. Auch regelmäßige Sichtprüfungen können zur Unfallvermeidung beitragen.

Warnungen vor elektrischer Spannung – richtige Kennzeichnung einsetzen

Gesetzlich vorgeschrieben ist im Gewerbe aber auch eine Warn- und Sicherheitskennzeichnung für den Betrieb elektrischer Anlagen. Sie ist an allen elektrischen Geräte und Bauelementen zu finden – von der Klemme bis zum Schalter. Das können Verteiler im Gebäude sein, der elektrische Betriebsraum, die Photovoltaikanlage auf dem Dach oder auch die Baggeranlage auf der Baustelle.

Die Gestaltung von Sicherheits- und Gesundheitskennzeichnungen im Betrieb ist dabei in der ASR A1.3:2013 geregelt. Sie konkretisiert die Anforderungen aus der Arbeitsstättenverordnung. Grundsätzlich dienen Sicherheitsschilder der optischen Kennzeichnung von Gefahrenstellen und ermöglichen Sicherheitsaussagen. Sie sind grundsätzlich dann einzusetzen, wenn die Risiken für Sicherheit und Gesundheit nicht anders zu vermeiden sind. An elektrischen Geräten, Anlagen oder Maschinen kommen daher häufig international gültige Warnzeichen nach DIN EN ISO 7010 zum Einsatz.

Schon für Hersteller elektrischer Betriebsmittel gilt, dass sie ihre Endprodukte kennzeichnen müssen. Die Warnschilder helfen dabei, Gefahren durch elektrische Spannung frühzeitig zu erkennen. Das bekannteste Beispiel aus der Elektrotechnik ist das Warnschild mit Blitzpfeil. An Hochspannungsanlagen ab 1.000 Volt kommt zudem das Warnkombischild „Hochspannung Lebensgefahr!“ zum Einsatz. Auch Schild-Varianten, die vor stromführenden Kabeln oder Rückspannung warnen sind gute Beispiele aus der Praxis.

Mit der dreieckigen Form, der signalstarken Farbe sowie dem abgebildeten Piktogramm und/oder bestimmten Texten transportieren sie wichtige Sicherheitsaussagen. Im Idealfall funktioniert ein Warnsymbol jedoch unabhängig von der Sprache und ist international verständlich. Beachtet werden muss zudem, dass sie auch deutlich sichtbar angebracht werden. Durch das Warnschild erkennt so auch der elektrotechnische Laie, dass eine Gefahrensituation durch gefährliche Spannung vorliegt. Entsprechend kann das eigene Verhalten angepasst werden.

Normgerechte Elektrokennzeichnung gehört zur Verkehrssicherungspflicht

Sorgen Sie stets für Elektrosicherheit und den richtigen Umgang mit Ihren Betriebsmitteln! Nichts ist so wichtig wie der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Neben regelmäßigen Prüfungen leisten Sie mit der richtigen Sicherheitskennzeichnung einen wichtigen Beitrag, um das Risiko für Stromunfälle zu minimieren. Auch aus haftungstechnischen Gründen sind derartige Warnungen zwingend erforderlich.